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Profane Methoden der Haltbarmachung von Pflanzenteilen

Zusätzlich kannst du folgende noch weiter vertiefende Fokusregel verwenden, welche genauer auf die Haltbarkeit von einzelnen Pflanzenteilen eingeht. Dabei ist es nicht mehr nötig, für die Haltbarmachung eine Probe abzulegen, weil nicht mehr auf die Integrität der gesamten Pflanze geachtet werden muss, deren Teile eigentlich unterschiedlich lange haltbar wären. Der reine Prozess der Haltbarmachung ist ohne jede Tücke, lediglich unterschiedliche Arten von Pflanzenteilen gemeinsam gleich lange haltbar zu machen, erfordert Können und damit eine Probe sowie Materialien, die zusätzliche Kosten verursachen. Dafür spart es die Mühe, verschiedene Teile einzeln aufzubewahren und zu verwalten, obwohl dies in vielen Fällen für die Haltbarkeit effektiver ist. Einen wahren Pflanzenkenner erkennt man daran, dass er weiß, für welche Pflanzen sich welche Methoden am meisten lohnen.


Die vorliegende Regel ist eine Fokusregel der Stufe II für den Themenkomplex Pflanzenkunde.

Profane Methoden der Haltbarmachung von Pflanzenteilen

Pflanzenteile haben üblicherweise nur eine bestimmte Haltbarkeitsdauer nachdem sie gepflückt oder abgeerntet wurden. Sobald ihre Haltbarkeit abgelaufen ist, gilt die Pflanze oder der Pflanzenteil als tot und verfügt nicht mehr über ihre angegebene Wirkungsweise. Aventurier verfügen jedoch über verschiedene Methoden, um die Haltbarkeit einer Pflanze zu erhöhen und so die Wirkung für längere Zeit zu konservieren. Wir unterschieden in diesem Fall zwischen profanen und
übernatürlichen Methoden.


Individuelle Haltbarkeit von Pflanzenteilen

In Aventurien kennen Pflanzenkundler verschiedene Methoden, um Pflanzen haltbarer zu machen. Üblicherweise kommt es dabei darauf an, welchen Teil einer Pflanze man haltbarer machen will. Die aufgeführte Liste zeigt dabei die häufigsten Methoden. Um eine dieser Methoden anzuwenden, benötigt ein Held keine Probe. Jeder Held kann die Methoden erfolgreich anwenden, er benötigt dafür lediglich 5 Minuten Zeit pro Anwendung. Danach ist der Pflanzenteil konserviert und die Haltbarkeit steigt von dem Zeitraum, der unter rohe Haltbarkeit angegeben ist, auf den Zeitraum, der in der Spalte Haltbarkeit verarbeitet angegeben ist. Bei einigen Haltbarkeitsmethoden benötigt der Held außerdem Utensilien
(z. B. Werkzeuge, Gefäße) oder zusätzliche Materialien (z. B. Öl, Essig, Alkohol). Ohne diese Hilfen ist eine Verarbeitung eventuell nicht möglich. Das letzte Wort hierbei hat die Meisterin.

# Beim Trocknen werden Pflanzen entweder durch Lufttrocknung oder Dörren haltbarer gemacht.

# Das Einlegen erfolgt meistens Öl, Essig oder Alkohol.

# Gelegentlich bietet sich das Einkochen von Pflanzenteilen mit abschließendem luftdichten Verschließen der festen Masse an.

# Eine weitere Methode ist das Auspressen und luftdichte Verschließen des Pflanzensafts.

# Pulverisieren und danach trocken lagern oder zu einer mit Öl vermengten Paste weiterverarbeiten ist ebenfalls eine Methode der Haltbarmachung.

# Einige Pflanzenteile, wie Harz, müssen einfach nur aushärten, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen.

# Manche Pflanzenteile, beispielsweise Zwiebeln, müssen nur dunkel und kühl gelagert werden.

# Es gibt auch einige Pflanzenteile, die ihre Wirkung nur frisch (unmittelbar geerntet) entfalten können und bei denen andere, profane Methoden der Haltbarmachung nicht funktionieren, so zum Beispiel die meisten Knospen und Triebe.

Pflanzenteil Haltbarkeit
roh
Methode der Haltbarmachung Haltbarkeit
verarbeitet
Blätter und Kräuter 1 Woche zerkleinern und trocknen 1 Monat
Blütenteile und Knospen 24 Stunden ganz trocknen 1 Monat
- - in Öl, Alkohol oder Essig einlegen 3 Monate
Dornen und Stacheln 1 Monat ganz trocknen 3 Monate
- - vom Stängel trennen und in Öl, Alkohol
oder Essig einlegen (für Essenz)
6 Monate
Fasern und Myzel 1 Woche ganz trocken 3 Monate
- - in Öl, Alkohol oder Essig einlegen 6 Monate
Fruchtkörper 1 Woche auspressen, Sud luftdicht verschließen,
Masse trocknen
12 Monate
- - ganz trocknen 6 Monate
- - einkochen, Masse luftdicht
verschließen
12 Monate
Harz 6 Monate aushärten lassen viele Jahre
Holz, Rinde und Schale 2 Monate großzügig portionieren und trocknen 12 Monate
- - pulverisieren und trocken lagern 8 Monate
- - pulverisieren und mit Öl zu Paste
vermischen
10 Monate
Saft und Gel 3 Tage auspressen, abkochen und luftdicht
verschließen
6 Monate
Samen 6 Monate ganz trocknen und ggf. schälen 12 Monate
Stängel 1 Monat zerkleinern und einkochen, Sud luftdicht
verschließen (für Essenz)
6 Monate
- - portionieren und trocknen 9 Monate
Triebe und Sprossen 12 Stunden gewöhnlich nur frisch uneingeschränkt
wirkungsvoll
-
- - in Öl, Alkohol oder Essig einlegen 1 Monat
Öl 3 Monate auspressen, abkochen, absieben und
luftdicht verschließen
12 Monate
Wurzeln und Wurzelstock 6 Monate ganz oder zerkleinert trocknen, bei hohem
Wassergehalt ggf. zerreiben, entwässern,
dann Sud und Masse getrennt
aufbewahren
12 Monate
Zwiebeln 1 Monat dunkel und kühl lagern 6 Monate

 

Beispiel: Als Heilkundiger ist Bruder Hilbert immer daran interessiert, eine kleine Reiseapotheke mit sich zu führen, und achtet darauf, dass seine pflanzlichen Arzneien möglichst lange haltbar sind. Während seines morgendlichen Rundgangs über die benachbart gelegene Wiese der Lagerstätte seiner Gefährten hat Hilbert einige Pflanzen entdeckt, deren Blüten er abpflückte, da sie ihm als Zutaten für eine Heilsalbe geeignet erschienen. Die Haltbarkeit von Blüten beträgt 24 Stunden. Das ist Bruder Hilbert viel zu wenig, sodass er sich daran macht, die Blüten zu konservieren. Er hat ein Gefäß mit Alkohol dabei und wendet 15 Minuten für 3 Anwendungen der Haltbarmachung der Pflanzenteile auf. Bruder Hilberts Spieler muss dazu keine Probe ablegen. Nach den 15 Minuten sind die Blüten eingelegt und deutlich haltbarer. Sie halten jetzt 3 Monate und nicht nur 1 läppischen Tag.

Publikation(en):
Aventurisches Herbarium, Seite 139